Sonntag, 17. August 2014

yeeehah! SLIME !!!

Ich weiß nicht, wie es bei Euch ist, aber meine Kinder lieben Matsche. Und klebriges. Und glitschiges. Und überhaupt. Und ich kann mich auch noch sehr gut daran erinnern, dass meine Geschwister und ich seinerzeit diese neonfarbenen Slime-Dinger ganz großartig fanden (ich glaube das war in den 80ern.... ja, so alt bin ich!).

Jetzt, wo man dank des Wetters gezwungenermaßen doch den Ein oder Anderen Nachmittag der Kindergartenschließzeit zu Hause verbringt, dachte ich, könnte das für beide eine coole Sache sein.

Nun gibt es im Netz mehr als genug Rezepte für selbstgemachten Slime... Leider allerdings fast alle mit Borax drin.
Borax??? Nee. Mit sowas will ich meine Kinder irgendwie nicht unbedingt spielen lassen :-/
Ich hab also gesucht und gesucht und experimentiert und recherchiert...
und: Es kann so einfach sein!
Des Rätsels Lösung ist ein einfaches Nahrungsergänzungsmittel. Konkret: Ein Ballaststoff. Noch konkreter:
Psyllium, auch Flohsamenschalen genannt.
Das Zeug dient als Nahrungsergänzungsmittel in der Regel der Verdauung/Stuhlregulation...man kann es ganz oder gemahlen, mit Orangengeschmack (z.B. "Metamucil") oder neutral in Apotheken, Reformhäusern, Drogerien und natürlich dem Internet kaufen. Normalerweise wird es in Wasser aufgelöst (1TL in 1Glas Wasser) und getrunken.
Wir machen aber lieber bunten, un-giftigen (sogar essbaren...schmeckt aber nicht!) Spiel-Slime daraus!

Man braucht dafür lediglich:
- einen Topf (oder eine große microwellengeeignete Schüssel)
- 2 EL Flohsamenschalen (ich hab gemahlene genommen)
- ca. 220ml Wasser
- Lebensmittelfarbe (es sei denn Ihr nehmt das Zeug mit Orangengeschmack..dann ist der Slime hinterher einfach orange)

Alles zusammen in den Topf und auf dem Herd unter Rühren erhitzen.
(In der Microwelle geht es auch und dauert ca. 5-7 Minuten...da würde ich aber alle paar Minuten mal  nachsehen, rühren und die Konsistenz überprüfen.)
Dank der Quelleigenschaft der Flohsamen erhaltet Ihr schon kurz nach dem Zusammenrühren einen dicken Glibber.
Und ab da könnt Ihr Euch austoben, mit Kochzeit und Zusammensetzung:
Mehr Wasser, weniger Flohsamen gibt eine schleimigere Konsistenz; Mehr Flohsamen, weniger Wasser ergibt eine gummiartigere Konsistenz (mit weniger Sauerei am Ende..aber eventuell auch weniger Spaßfaktor).


Wenn es ganz schmierig/flüssig ist, solltet Ihr noch länger kochen. Ab einer gewissen Kochzeit erhaltet Ihr einen Slime, der nicht mehr an den Händen klebt, sondern sich abfließen und ziehen lässt.


Unser roter Slime war fester - der klebte auch nicht an den Händen (den konnte man sich sogar zuwerfen!);
der türkise war glibberiger, da ging immer mal etwas Glibber ab...lässt sich aber trotzdem gut von Händen und allem entfernen. Eine Abdeckung der Inneneinrichtung ist nicht erforderlich ;-)

Ihr solltet den Slime nach dem Umfüllen aus dem Topf in eine Schüssel unbedingt eine Weile abkühlen lassen. Dann kann es losgehen!

Man kann das Zeug von einer Hand in die andere rutschen lassen...


...darauf herumdrücken...


..es ziehen...


...es kneifen.. quetschen.. zerschneiden....es werfen.. rollen.. fallen lassen...


...sich austoben :)

Am schönsten ist es, wenn man verschiedene hat - unterschiedliche Farben, mal glibberiger, mal fester.
Ein riesen Spaß!

Sogar der letzte Rest, der nach dem Auffüllen unseres Topfes mit Wasser in der Spüle aus selbigem herausgezogen werden konnte, war großartig :-D


Ich schick das jetzt mal zu Kiddikram - ist mal was anderes ;-)

Fröhliches glibbern!


EDIT: Ha! Fantastischer Zweitnutzen:
Wenn der Nachwuchs damit durch ist...und das Zeug nach ein paar Stunden komplett erkaltet noch fester und unglibberiger geworden ist, eignet es sich ganz hervorragend zum Reinigen der Tastatur! ;-)


Kommentare:

  1. Du kommst ja auf Ideen!? *lach*
    witzig! ;-)
    LG *zocha*

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  2. Super! Vielen Dank für die Idee, wir suchen schon lange nach einer Anleitung wie man diesen Glibber selber machen kann, haben aber bisher nur Anleitungen aus den USA gefunden, mit Mitteln die man hier nicht bekommt.
    LG Schnittchen

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    1. Hallo Schnittchen,
      Ja, so ging es mir auch - wobei man die Sachen hier schon bekommt (im Baumarkt, zum Beispiel) in den meisten Fällen ist das aber eben besagtes Borax - muss ja nicht, bei Kleinkindern, bei denen man nicht weiß, ob die Finger nicht doch im nächsten Moment im Mund landen.
      Ich hoffe Ihr habt viel Spaß mit dem Glibber! Wir hatten ihn ;-)

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  3. Das ist ja Wahnsinnig cool. Meine Große (7) ist total happy. Wenn du nichts dagegen hast, zeige ich meine Ergebnisse auf meinem Blog und verlinke deine Anleitung. Ist das denn okay?

    LG Michi ;)

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    1. Liebe Michi,
      aber sicher, gerne doch! Freue mich sehr, dass Ihr Spaß damit habt :)
      LG,
      Sarah

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  4. Tolle Sache, Mach ich bald mal nach...meine Schwägerin wird sich freuen, wenn sie diesen Slime überall findet. hihihi

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  5. Liebe Michi, vielen Dank für deine Anleitung. Haben das Zeug heute gleich nachmacht :-)
    LIeben Gruß
    Julia

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  6. Ist dieser Slime auch haltbar - zum Beispiel im Schraubglas oder in der Plastikdose? Wär ja ein nettes Mitbringesel...

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    1. Hallo - der Kommentar ist an mir vorbeigegangen, leider, sonst hätte ich schneller geantwortet. Der Schleim wird nach ein paar Tagen deutlich fester und "fließt" dann nicht mehr so. Ich empfehle das Herumexperimentieren. Vielleicht macht man ihn dann gleich zu beginn einfach etwas flüssiger..

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  7. hallo kann ich den slime auch am vorabend kochen und am nächsten Tag in die Kita nehmen oder verändert sich dann die Konsistenz und man kann nicht mehr damit spielen ??

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    1. Hallo,
      Also am nächsten Tag geht sicher noch. Wir hatten unseren etwa 3-4 Tage in Gebrauch (in denen er offen in einer Schüssel lag). Er wird so mit der Zeit definitiv fester und weniger fließend - wenn man das mit einkalkuliert kann man ihn eventuell einfach schon von vorne hinein flüssiger kochen...sicher hilft es auch, ihn in einem Glas mit Schraubdeckel aufzubewahren und nicht offen, wie wir das getan haben.
      Genau kann man das nicht sagen - es hängt von so vielem ab - der Ursprungskonsistenz, der verwendeten Lebensmittelfarben, der Außentemperatur...
      mein ganz klare Empfehlung lautet: einfach mal ausprobieren und Herumexperimentieren - und dann halt nochmal für die Kita kochen ;-) geht ja recht fix.
      Ich würde dort aber vorher anfragen - nicht alle Erzieher finden das in der Kita so lustig wie die Kinder ;-)
      Viel Spaß!
      LG,
      Sarah

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  8. Das werde ich mal für meine Kindertagespflege ausprobieren. Wird sicher lustig

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  9. Hallo,
    nach vielem Ausprobieren verschiedener Rezepten, die aber alle nicht dem Schleim ähnlich sind, den ich aus der Dose her kenne.
    Flohsamen erscheint da noch am sinnigsten, eben weil der schon schleimt.
    Da ich aber richtigen Schleim wollte, habe ich das Rezept umgewandelt auf 500g Wasser und einen Teelöffel Flohsamen gemahlen.
    Alles ca. 5 Minuten unter kräftigem Rühren aufkochen. Genial.
    Für kleinere Kinder ist aber das hier stehende Rezept besser. Einfach weil es mehr einem gummiartigen Klumpen entspricht, gibt dann nicht so viel Sauerei :-)

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    1. Hallo,
      Ja, man jann mit der Menge Wasser, Flohsamenschalen und eben auch, wie oben geschildert, durchaus einfach mit der Kochzeit etwas herumexperimentieren.
      Und das Zeug härtet ja auch irgendwie nach - wir hatten den Gummiartigen Klumpen vor allem am Folgetag. Am ersten floss das Zeug noch schön.
      Aber das ist es, was ich an solchen Rezepten liebe - dass sie jeder so umsetzen kann, wie er es für sich und seine Kinder (und seine Putzwilligkeit :-P ) am besten findet ;-)
      Danke für Deinen Tipp!
      LG,
      Sarah

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