Freitag, 28. Februar 2014

Psssst...

Warum ist es hier eigentlich nähtechnisch so ruhig geworden?
Alle Nase lang Bastelkram... mal ein Tutorial....viel seltener als bisher "my kid wears"....
Tja... der Grund weshalb ich Euch aktuell nicht so viel genähtes habe zeigen können, ist, dass die spärliche Nähzeit, die nach der Erledigung der Bestellungen noch übrig ist, momentan für's Tüfteln genutzt wird.
Ich zeichne, schnibbel, und vor allem: ich wälze Damenschnitte und deren Gradierungstabellen ohne Ende!

Jaha...richtig gehört: Der nächste mommymade-Schnitt wird was für die Mommies!
und das kam so:

Vor ein paar Wochen, war es hier tatsächlich ein paar Tage lang richtig knackig kalt.
Ich war mit den Kids auf dem Spielplatz.
Auf einer Bank saß eine junge Mutter und versuchte (latent verzweifelt) Ihrem herzzerreißend schreienden Säugling das mit dem offenbar akuten Hunger irgendwie auszureden.
Die Runde ging (und zwar innerhalb kürzester Zeit - wie gesagt: herzzerreißendes Weinen) an den Säugling, und Mama musste ran: sich auspacken, bei gerade mal 2 Grad Außentemperatur.
Ich habe sie nicht beneidet.

Nein, Stillen im Freien ist im Winter einfach nicht schön.
Ich hatte nie diese typischen Still-Oberteile mit Wickeloptik im Babydoll-Schnitt (Unterbrustnaht). Die stehen mir einfach nicht - weder in schwanger, noch in "normal".
Ich (geborene Frostbeule) fand es folglich ehrlich gesagt seinerzeit auch zu anderen Jahreszeiten oft unangenehm, dass ich beim Stillen (und dem damit verbundenen Hochschieben des Shirts) immer auch gleich mit Bauch und Lendenwirbelbereich (die armen, kälteempfindlichen Nieren!) im Freien stand. Und dann hat man auch noch diese Unmengen Stoff, die man dann irgendwie auf dem Säugling ablegt oder festhalten muss.
Alles irgendwie suboptimal.

Wäre es nicht schön, wenn man sein Kind stillen könnte, und dabei nicht gleich halbnackt irgendwo herumsitzen müsste?
In Amerika gibt es eine Reihe unterschiedlicher Kleidungsstücke, die genau das ermöglichen (vermutlich, weil das Stillen in der Öffentlichkeit dort in nicht wenigen Gegenden gerne mal als Erregung öffentlichen Ärgernisses gewertet wird). Ich hatte seinerzeit ein solches Shirt. Sehr praktisch.

Und genau daran habe ich mich neulich, an besagtem Tag am Spielplatz, wieder erinnert.
DAS wäre doch mal ein Schnittmuster, das Sinn macht!
Da hat mich der Ehrgeiz gepackt! Wieder zu Hause habe ich sofort angefangen zu zeichnen und zu überlegen...und zu schneiden und zu nähen. :-D

und: Voilà: Das erste Exemplar am eigenen Leib!
(und das erste Kleidungsstück, dass ich je für mich genäht habe, überhaupt!)
 ...und weil man hier wirklich nie etwas alleine machen darf, sind die Kids natürlich mit auf den Fotos :-)
 Ich bin mit dieser ersten Version schon recht glücklich - werde allerdings noch ein bisschen etwas am Schnitt verändern (mir gefällt noch nicht so richtig, wie es vorne fällt, wenn man die Hände nicht drin hat ;-) )

Und hier, der allesentscheidende Clou: Easy-Access ohne hochschieben :)
wichtiger Hinweis an dieser Stelle:
Nein, ich bin nicht wieder schwanger, und: Nein, ich stille meine knapp-2-Jährige nicht mehr ;-)
Das gute an dem Shirt ist, dass man es auch ganz gut tragen kann, ohne die "Zusatzfunktion" zu nutzen - was einer meiner Ansprüche an das Shirt war.

Ich glaube auch, dass der Schnitt sich ganz gut eignet, um Stoffe zu kombinieren - das werde ich also auch mal ausprobieren...

Ihr werdet also wohl noch mindestens eines zu sehen bekommen, in nächster Zeit....
und wenn ich das mit den Damenschnitten durchschaut habe, wird das gute Stück dringend probengenäht werden müssen... ;-)
Was meint Ihr?

Dienstag, 25. Februar 2014


Kleine Jungs sind laut und wild.
Was also tun, wenn man drinnen festhängt, weil es regnet und die kleine Schwester schläft?
Richtig: Den Dienstag zum Creadienstag erklären, und etwas mit ihm basteln, dass dann in der Folge nicht nur für den Rest des besagten Schwesterschläfchens, sondern vielleicht auch in Zukunft immer mal dazu führt, dass der kleine, wilde Junge mal 'runterkommt.

Kennt Ihr diese Zauberstäbe mit dem Glitzerzeug darin?
Ich konnte die als Kind (und ehrlich gesagt bis heute) stundenlang hin und her wenden, und dem Inhalt beim hin- und herrieseln zusehen.
Wunderschön!
... und genauso etwas basteln wir uns jetzt. Nur in größer :)


Ihr braucht:

- Ein wasserdicht verschließbares Glas
(ich habe eines genommen, dass früher einmal Obstmus des Bioladens mit A... beinhaltete)
-  2-3 Tuben Glitzerkleber
- je nach gusto: zusätzlichen losen Glitzerstaub, Streusterne/-Herzchen, Pailletten...etc.
- heißes Wasser









Glitzerkleber ins Glas füllen...
(je mehr Kleber Ihr verwendet, desto langsamer fallen die Glitzerteilchen und Herzchen später)














...mit warmem/heißem Wasser auffüllen...
(soweit, dass das Kind im Anschluss noch problemlos rühren kann, ohne dass alles überschwappt ;-) )

Das Wasser soll den Kleber auflösen.
Ich habe warmes Wasser genommen, weil Monsieur es gerne selbst eingießen wollte - was allerdings dazu führte, dass wir wirklich lange rühren mussten, bis der Kleber aufgelöst war.
Heißes Wasser geht sicher besser.







...rühren, bis sich der Kleber aufgelöst hat...




...Glitzerstaub und sonstiges Zeug dazu...
(von dem Staub ca. 1 Teelöffel finden wir perfekt. Wir haben auch ein Glas mit mehr Glitzer gemacht...da sieht man dann allerdings vor lauter Glitzer den Rest nicht mehr)












Mommy's part: Bis zum Rand mit Wasser auffüllen...















Deckel drauf...
(ich habe in den Rand von unserem, um sicher zu gehen, innen Pattex "Kraftkleber klar" hineingegeben)
..fest verschließen...

freuen :)

Wirkt übrigens auch wahre Wunder bei Müdigkeit, Trotz und aus anderen Gründen nötigen Auszeiten
- und bestimmt auch bei kleinen Mädchen ;-)

Liebe Grüße,

Sarah

 

..achso...das ist ja auch was für Kiddikram! ;-)

Dienstag, 18. Februar 2014

my kid wears..

...am Montag früh (viel zu früh), das hier:


Kommt Euch bekannt vor?
Yup. Hatte ich vor laaanger Zeit schonmal hier gezeigt - damals allerdings am großen Bruder.
Ja...die kleine Maus trägt jetzt schon fleißig die Pyjamas vom großen (obwohl sie zugegebenermaßen noch wirklich viel Platz darin hat, wie man vor allem an dem einen, nicht umgeschlagenen Ärmel unschwer erkennen kann).
Der Große bekommt auch in absehbarer Zeit wieder einen (oder zwei) neue.
Die bestehen bei uns aus der Schlafanzughose der Erbsenprinzessin, und irgendeinem langarm-Shirt (hier ein zum Shirt umfunktionierter Schnabelina-Body mit amerikanischem Halsausschnitt).
Wir alle hier lieben den tollen, kuscheligen Bio-Interlock "bunte Sterne" von Eladu über alles....ich glaube, ich muss mal nachsehen, was es davon für neue Designs gibt...

Ansonsten tüftle ich im Hintergrund schon wieder an etwas neuem... bald dazu mehr ;-)

Euch allen eine gute Woche! und jetzt ab zu my kid wears...

Dienstag, 11. Februar 2014

Sellerie-Blumen und Apfel-Falter zum Valentine's Day


Ich seh Euch schon die Augen rollen: Valentinstag. Oh Gott!
Dieser unsägliche, vom Einzelhandel in diesem Land etablierte, dem Kommerz dienende Tag, andem alles voller Herzen ist und man seinem oder seiner Liebsten plötzlich unbedingt Pralinen oder Duftwässerchen schenken soll.
Ja, genau der.   -   bzw. eigentlich genau der nicht, sondern der in anders :-)

Ich finde den so nämlich auch total doof.
ABER: Als Kind war das anders.
"Hä?! Wieso denn als Kind?", fragt Ihr Euch jetzt. "Ist Valentinstag nicht für Paare gedacht?"
Tja... hier mittlerweile ja irgendwie schon. Leider.

Aber als ich klein war, war das anders.
Da kannte den Valentine's Day hier in Deutschland noch kaum jemand (und - nein - ich bin nicht uralt!).
Und ich kannte damals den Valentine's Day als einen Tag, an dem man Menschen, die man gerne hat, das wissen lässt.
Und zwar mit Valentine's Cards: Kleine Kärtchen, die man an seine Verwandten und Freunde in der Grundschule verteilte. (Ja. ganz gerne auch mit Herzchen drauf...aber eben nicht nur).
Und ich fand es total toll, diese Karten zu basteln, zu beschriften und zu verteilen.
Das war schön!

und genau deshalb mache ich das dieses Jahr auch mit meinem Sohn.
Der ist schon ganz aufgeregt, und erweitert am laufenden Band die Liste derer, denen er eine Karte schenken möchte.

Wir haben also heute gedruckt!

und zwar mit geviertelten Äpfeln, die wunderbare Schmetterlingsflügel abgeben;


und mit Sellerie
Jaaa! Nehmt Euch mal das untere Ende Eures nächsten Staudenselleries vor, nachdem Ihr die Stauden abgeschnitten habt, und schaut Euch mal an, wie schön das aussieht!










Das Ganze lässt sich super von Kinderhänden halten


und macht wunderschöne Stempelrosen:

Noch eine Apfelhälfte als Vase/Blumentopf dazu, das Ganze nach dem Trocknen noch mit Wachsmalstiften zuendegemalt,

hier und da mit Glitzer verziert (yup...den finden auch Jungs in dem Alter klasse!), und auf Tonpapier geklebt. Namen - oder auch gerne ein paar nette Worte - auf die Rückseite...
Fertig sind unsere Valentingskarten!

und - ja - wir haben natürlich auch Herzen gemacht, für die der gute alte Kartoffeldruck hergehalten hat. ;-)



Vielleicht habt Ihr ja jetzt auch Lust auf Apfel-Falter und Sellerie-Rosen.

Das Ganze funktioniert übrigens auch ganz wunderbar mit Textilfarbe auf Stoff ;-)

Viel Spaß dabei!

Liebe Grüße,

Sarah


verlinkt bei: Creadienstag; Kiddikram; Handmadekultur


Samstag, 8. Februar 2014

Matratzenstich-Tutorial

Immer mal wieder muss man auch zur Nähnadel greifen.
Den von mir meistgenutzten Hand-Nähstich möchte ich Euch heute kurz zeigen.
EDIT: Es gibt diese Anleitung mittlerweile auch in Form eines Videos: Hier.

Beim Nähen von Stofftieren kommt man ohne ihn tatsächlich kaum aus.
Zum Schließen von Wende- und/oder Stopföffnungen ebenso wie zum Verbinden zweier Stofftierteile gibt es kaum einen besseren, als den Matratzenstich.
Warum? Weil man stabile, reißfeste Nähte nähen kann, und weil die Naht, wenn man es richtig macht, quasi unsichtbar wird.
Mit ein bisschen Übung führt das dazu, dass Menschen Eure Werke in den Händen hin und her wenden und irgendwann fragen "Wo hast Du das denn gestopft? Ich seh gar keine Öffnung!" :-)

Legen wir los!

Nehmt Euch die zu schließende Öffnung, eine Nähnadel und Garn zur Hand.
Damit Euer Stofftier kindersicher wird, verwendet für das Anbringen von Stofftierteilen bitte extra dickes, reißfestes Garn aus 100% Polyester (z.B. Zierstichfaden oder Faden "exra stark". Keinen Allesnäher!).
Für das Schließen von Wendeöffnung könnt Ihr auch einen Marken-Allesnäher nehmen, den aber dann bitte mindestens doppelt.

1. Schlagt die Nahtzugabe an der Öffnung (oder den Stofftierteilen) nach innen. Ich fahre mit dem Fingernagel entlang, bis sich eine bleibende Kante bildet.


2. Verknotet Euren Faden und stecht zunächst von innen, durch die Kante der unteren Nahtzugabe nach außen. Zieht an Eurem Faden, bis Ihr den Wiederstand des Knotens spürt.

3. Jetzt stecht Ihr genau gegenüber in die obere Kante der Nahtzugabe hinein, und ein Stück links davon wieder heraus. Benutzt die gefalzten Kanten als Orientierung dafür, wo Ihr Eure Stiche setzt, dann wird die Naht später am saubersten.


4. jetzt das Ganze in die andere Richtung: von oben kommend, genau gegenüber der Austrittstelle in die untere Kante der Nahtzugabe hineinstechen, und ein Stück links davon wieder heraus.


5. und wieder direkt gegenüber der Austrittstelle von unten kommend in die obere Kante der Nahtzugabe hineinstechen, und ein Stück links davon wieder heraus.

 6. Ihr ahnt es: von oben kommend, genau gegenüber der Austrittstelle in die untere Kante der Nahtzugabe hineinstechen, und ein Stück links davon wieder heraus. ich wiederhole mich hier nur, weil ich denke, dass die Bilder aussagekräftiger werden, je mehr Stiche bereits zu sehen sind ;-)

 7. Ich habe für dieses Tutorial ganz bewusst den Faden nicht festgezogen, damit Ihr den Verlauf sehen könnt. Man muss auch beim Nähen selbst noch nicht festziehen. In der Praxis tue ich das alle Paar Stiche.
Wenn Ihr also ein paarmal hin und hergenäht habt, sieht das Ganze in etwa so aus:

 8. und wenn Ihr jetzt behutsam an der Nadel/dem Faden zieht, zieht sich die Naht wunderbar gerade und ordentlich zusammen. Der Faden wird dabei quasi unsichtbar.


Also dann: Viel Spaß beim Nähen Eurer Stofftiere oder unsichtbaren verschließen Eurer Wendeöffnungen!

Montag, 3. Februar 2014

monday = my kid wears-day

Mein großer trägt heute - mal wieder...ich hoffe Ihr habt Euch noch nicht satt gesehen - ein mommymade Raglan-Shirt.


Es ist - um genau zu sein - das, das ich für das Titelbild des E-books genäht hatte: Im klassischen Ami-Baseball Shirt-Look, mittlerweile erweitert um einen Namensschriftzug im selben Stil. [Der große steht gerade sehr auf Shirts mit dem eigenen Namen darauf].


Appliziert habe ich den Schriftzug diesmal aus rotem Jersey (dem, aus dem die Ärmel auch sind) auf dunkelblauem Sweat. Ich habe erstmalig ohne ZickZack appliziert. Stattdessen sind die Konturen mit einem Abstand von 2-3mm zum Rand mit Geradstich nachgenäht. Ich bin gespannt, ob das hält. Der Plan dahinter war, dass sich die Ränder der Appli leicht ablösen und einrollen... ich bin gespannt, ob es nach den nächsten zwei Wäschen dann auch so aussieht, wie ich mir das vorgestellt habe.

Ich lasse es Euch wissen ;-)
...und verspreche, dass jetzt erstmal Schluss ist mit den Raglan-Shirts - zumindest habe ich hiermit erstmal alle bisher genähten gezeigt, und für beide Kinder schon neue Projekte hier liegen.

Und jetzt gehe ich bei my kid wears gucken, was die anderen Kinder heute hübsches tragen...

Euch allen einen guten Start in die Woche!

EDIT: Die Schrift, die ich für das Shirt verwendet habe, nennt sich Branboll NY.